Comet (Walygator Grand Est) - Rides #200

Willkommen zur 200. Ausgabe meines Fotoblogs „Rides“. Sehr gerne hätte ich euch zu dieser runden Folge eine spezielle Neuheit wie F.L.Y. aus dem Phantasialand präsentiert. Obwohl ich die Bahn zum damaligen Zeitpunkt bereits gefahren bin und auch schon ausreichend Fotomaterial für einen Bericht zusammen hatte, habe ich mich letztlich dagegen entschieden. Der Grund war schlichtweg, dass wichtige technische Daten wie Länge, Höhe und Geschwindigkeit noch nicht offiziell bestätigt waren, um sie fundiert in einem Blog festzuhalten.

Stattdessen blicken wir heute auf eine etwas ältere Achterbahn, die im französischen Walygator Grand Est (nahe Metz) zu finden ist: den Comet.

Foto: 03. Juni 2017

Ein seltener Klassiker

Bei „Comet“ handelt es sich nicht um einen modernen Coaster der neuesten Generation, sondern um eine Anlage mit der klassischen MK-1200-Schiene des Herstellers Vekoma. Die Bahn ist bereits seit der Parkeröffnung am 9. Mai 1989 in Betrieb (damals unter dem Namen Big Bang Schtroumpf).

Das Modell trägt die Bezeichnung Hurricane und ist eine absolute Rarität: Laut RCDB gibt es weltweit nur zwei Auslieferungen dieses Typs. Die zweite Anlage, Jester, steht im verlassenen Park Six Flags New Orleans, der seit dem Hurrikan Katrina im Jahr 2005 nicht mehr eröffnet wurde. Damit ist „Comet“ die einzige noch fahrbare Anlage dieses Modells weltweit.

Technische Daten auf einen Blick

  • Höhe: 24 Meter

  • Länge: 590,1 Meter

  • Höchstgeschwindigkeit: 64,4 km/h

  • Inversionen: 3 (ein Looping, zwei Korkenzieher)

  • Fahrzeit: ca. 1:15 Minuten

  • G-Kräfte: bis zu 3,5 g

Foto: 03.06.2017

Das Fahrerlebnis

Die Fahrt beginnt mit einem klassischen Kettenlift. Nach einer Rechtskurve folgt der First Drop, der direkt in den vertikalen Looping führt. Nach einer weiteren Wende schießen die Fahrgäste durch zwei aufeinanderfolgende Korkenzieher-Schrauben. Den Abschluss bildet eine imposante 540°-Helix, bevor der Zug parallel zum Looping in die Schlussbremse einfährt.

Obwohl die Bahn die alten Vekoma-Züge mit den markanten spitzen Frontcars und den typischen harten Schulterbügeln nutzt, fährt sie sich überraschend ruhig. Im Vergleich zu anderen MK-1200-Anlagen aus dieser Ära verteilt „Comet“ kaum Schläge, was sogar Wiederholungsfahrten angenehm macht. Insgesamt kommen zwei Züge mit jeweils sieben Wagen zum Einsatz, was eine Kapazität von 28 Personen pro Zug ergibt.

Eine wechselhafte Geschichte

Die Achterbahn spiegelt die bewegte Historie des Parks wider:

  • 1989 – 2007: Betrieb als Comet Space (passend zum damaligen Weltraum-Thema).

  • 2008 – 2013: Umbenennung in Waly Coaster während der ersten Walygator-Ära.

  • Seit 2014: Betrieb unter dem heutigen Namen Comet.

Im Laufe der Jahre trug die Bahn verschiedene Farbschemata, von hellen Blautönen bis hin zu der heutigen markanten Lackierung der Schienen und Züge.

Foto: 03. Juni 2017

Fazit

„Comet“ ist ein echtes Stück Achterbahngeschichte. Auch wenn sie technisch nicht mit den modernen Giganten mithalten kann, bietet sie eine solide und für ihr Alter erstaunlich sanfte Fahrt. Für Fans von klassischen Vekoma-Bahnen ist sie aufgrund ihrer Seltenheit ein absolutes Muss. Wer sie im direkten Vergleich zu ägyptisch thematisierten Bahnen wie Oz'Iris sieht, merkt zwar den thematischen Unterschied, aber fahrtechnisch hat dieser Klassiker definitiv seine Daseinsberechtigung.

Wie gefällt euch dieser Typ von Oldschool-Loopingcoastern? Mögt ihr den rauen Charme der 80er-Jahre-Bahnen oder bevorzugt ihr die modernen, sanften Layouts? Schreibt es mir in die Kommentare!

zuletzt bearbeitet:

  • allgemeine Anpassungen am Layout (7. Februar 2026)
  • Anpassung des Parknamen (7. Februar 2026)
  • Umstrukturierung und Modernisierung des Schreibstil für einen besseren Lesefluss (7. Februar 2026)

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