Im heutigen Rides-Beitrag nehme ich euch mal wieder mit nach Amerika in die Walt Disney World. Da das Resort ja aus mehreren Parks besteht, blicken wir heute genauer gesagt auf das Magic Kingdom. Auch wenn dieser Park im ersten Moment wie eine größere Kopie des Original Disneylands in Anaheim wirkt, so gibt es natürlich schon einige markante Besonderheiten zu nennen. Allen voran gehört dazu zweifellos "Space Mountain", die Attraktion, um die es heute gehen soll.
Eröffnet am 15. Januar 1975 war dies der allererste Space Mountain überhaupt. So kann man die Attraktion auch bis heute als absolut einzigartig bezeichnen. Wenn man sich das Ganze genauer anschaut, stellt man schnell fest, dass es sich hierbei um eine Doppelanlage handelt: Die beiden getrennten Strecken laufen unter den Namen Alpha und Omega.
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| Foto: 29. Januar 2025 |
Im Prinzip sind beide Anlagen nahezu identisch, aber gespiegelt zueinander aufgebaut. Lediglich bei der Streckenlänge wird Alpha mit 974,1 Metern insgesamt drei Meter länger gelistet als Omega (971,1 Meter) – dies ist sehr wahrscheinlich dem Aufbau und der Streckenführung der Station geschuldet, auch wenn hierzu die letzten Detaildaten fehlen. Ansonsten besitzen beide Spuren exakt dieselben Grunddaten: Sie sind 27,4 Meter hoch und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 43,5 km/h. Eine Fahrt dauert rund 2:35 Minuten.
Auch die Züge weisen hier noch die große historische Besonderheit auf, dass man komplett einzeln hintereinander sitzt (Inline-Sitzposition). Jeder Zug besteht aus zwei Wagen, die jeweils Platz für drei Personen bieten, womit pro Zug sechs Fahrgäste befördert werden. Da Disney in seiner Anfangsphase noch unheimlich viel selbst getüftelt hat, ist für den Bau dieser Achterbahn auch keiner der heute bekannten Großhersteller zu nennen, wenngleich es bei der Konstruktion natürlich Zusammenarbeiten mit externen Firmen gab (Federführung: WED Enterprises / Walt Disney Imagineering in Zusammenarbeit mit Arrow Development).
Von der Strecke selbst kann ich euch im Bericht natürlich keine Fahrfotos zeigen, da es sich bekanntermaßen um eine reine Indoor-Achterbahn handelt und die rasante Fahrt in nahezu völliger Dunkelheit stattfindet. Wie für eine Weltraum-Achterbahn typisch, gibt es während der Fahrt den einen oder anderen markanten Lichteffekt und natürlich das unverzichtbare Musikstück, das die Attraktion untermalt. Der eigens komponierte Score stammt in diesem Fall von Mike Brassell.
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| Foto: 29. Januar 2025 |
Auch bei Disney ging man mit seinen Großattraktionen immer wieder klassische Sponsorings ein: Im Falle von Space Mountain im Magic Kingdom waren das zunächst RCA und später über viele Jahre hinweg FedEx.
Tatsächlich bleibt mir ansonsten gar nicht mehr viel zu sagen: Die Fahrt mit dieser legendären Attraktion macht einfach unglaublich viel Spaß, und gerade auf den hinteren Plätzen im Zug ist das Fahrgefühl durch das unberechenbare Eintauchen ins Dunkle erstaunlich dynamisch und intensiv. Ich finde es absolut bemerkenswert, dass Disney im Magic Kingdom bis heute an seinem echten Original festgehalten hat und die Anlage – anders als etwa in Kalifornien oder Paris – nicht mit ständigen Overlays oder kompletten Umthematisierungen verändert hat. Ich würde mich auf jeden Fall riesig freuen, wenn uns dieses Stück Achterbahngeschichte in Florida noch viele weitere Jahre genau so erhalten bleibt.
Nun seid ihr gefragt:
Wie seht ihr das? Seid ihr die originale Variante in Orlando schon gefahren und welcher ist euer persönlicher Lieblings-Space-Mountain weltweit? Schreibt mir eure Meinung wie immer gerne in die Kommentare!


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