Es wird Zeit, wieder einen Abstecher nach Italien zu unternehmen! Tatsächlich habe ich ja noch gar nicht so viel von unserer diesjährigen Sommer-Tour gepostet. Heute geht es mal um den Ort, den wir direkt an unserem ersten Tag in Italien besucht haben. Kann man ihn überhaupt "Freizeitpark" nennen? Es geht um die Osteria ai Pioppi, eine Gaststätte mitten im Wald, die sich einen Namen damit gemacht hat, eine Vielzahl an selbstgebauten Spielgeräten anzubieten. Darunter befinden sich auch Anlagen, die man getrost als Achterbahn oder zumindest als Count werten kann.
| Foto: 22. Juni 2026 |
Heute werfen wir einen genaueren Blick auf "Gioco delle Onde", was übersetzt so viel wie das Spiel der Wellen bedeutet. Es handelt sich dabei um eine Art klassischen Butterfly, auch wenn die beiden Fahrer hier in der Gondel nebeneinander sitzen, statt sich gegenüberzuschauen. Diese Anlage ist laut rcdb.com seit dem Jahr 2022 in Betrieb. Da sich in der Osteria ai Pioppi wie gesagt alles um Eigenbau handelt, gibt es hier natürlich auch keinen namhaften Hersteller zu nennen, und an offiziellen, überprüfbaren technischen Daten fehlt es ebenfalls. Die Anlage wird nämlich komplett durch eigene Muskelkraft betrieben und besitzt keinerlei Motor oder Lift.
| Foto: 22. Juni 2026 |
Das heißt, dass man zum Fahren erst mal selbst aussteigen, anpacken und die Chaise mühsam nach oben ziehen oder schieben muss, was durchaus anspruchsvoll ist. Oben angekommen gibt es eine Haltevorrichtung, sodass man sicher einsteigen und sich selbst festschnallen kann. Mit einem Hebel löst man die Halterung schließlich aus und saust schwungvoll über die U-förmige Strecke. Eine richtige Bremse besitzt der Wagen auch nicht, weshalb das Auspendeln in der Senke durchaus ein wenig länger dauern kann. Am Ende hilft es, den Wagen ganz pragmatisch mit dem eigenen Fuß etwas abzubremsen.
| Foto: 22. Juni 2026 |
Durch seine sehr eigenwillige Bauweise wirkt alles in diesem Park etwas fragil, weshalb man beim ersten Einsteigen durchaus noch mal mehr Herzklopfen hat als bei ähnlichen, standardisierten Anlagen. Trotz allem bietet das Gerät aber einen unglaublich hohen Spaßfaktor, und ich bin wirklich froh, vor Ort gewesen zu sein und diese verrückte Maschine einmal selbst ausprobiert zu haben. Es ist das perfekte Beispiel dafür, dass Achterbahnen nicht immer gigantisch sein müssen, um ein breites Grinsen ins Gesicht zu zaubern.
Seid ihr schon mal in den Genuss eines selbstgebauten Rides in der Osteria ai Pioppi gekommen, oder wär euch das Ganze doch eine Nummer zu abenteuerlich? Lasst es mich wie immer in den Kommentaren wissen!
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