Meine Italien Sommertour – Ein 12-Tage-Coaster-Trip | Talk #59

Für den heutigen Talk-Beitrag möchte ich gemeinsam mit euch meine große Italien-Sommertour noch einmal Revue passieren lassen. Tag 1 startete wie immer mit einem sehr frühen Weckruf, denn natürlich war nicht nur eine lange Anreise angesagt, sondern auch direkt die ersten Parks. Wir blieben an diesem Tag jedoch noch in Deutschland und besuchten zuerst D'Rodelbahn St. Englmar sowie anschließend den Erlebnispark Edelwies, die nur wenige Kilometer auseinanderliegen. Auf der Weiterfahrt zu unserem ersten Hotel gab es dann noch einen gelungenen Überraschungsstopp bei den Silberbergbahnen in Bodenmais.

Foto: 21. Juni 2026

Tag 2 führte uns schließlich weiter nach Österreich in den Fantasiana Erlebnispark, auf den ich mich im Vorfeld mit am meisten gefreut hatte. Mit einer Extra Ride Time (ERT) am Morgen auf den beiden Achterbahnen gab es einen knackigen Start, bevor der komplette Park ausgiebig erkundet wurde. Am Nachmittag stand ein besonderes Highlight an: Die Übergabe des FKF-Awards für die Achterbahn Helios, die als Neuheit 2025 bereits viele Mitglieder überzeugen konnte und auch mich absolut nicht enttäuscht hat. Anschließend ging es weiter zu den Zinkenliften, wo wir auf einer Brandauer-Rodelbahn noch einmal Richtung Tal sausten. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Hotel konnte sich die Gruppe dann rege über die ersten Coaster-Erlebnisse auslassen.

Mit Tag 3 erreichten wir endlich Italien – das Land, das der Tour schließlich ihren Namen gegeben hat. Das erste Ziel war dabei direkt etwas ganz Besonderes: Die Osteria ai Pioppi. Diese einzigartige Gaststätte mitten im Wald hält eine Vielzahl an selbstgebauten Spielgeräten bereit, die teils nur durch Muskelkraft betrieben werden und von denen einige sogar als Achterbahn gecountet werden können. Fast jeder Freizeitpark-Fan hat wohl schon einmal in einer bekannten ProSieben-Reportage von diesem kuriosen Ort gehört. Am Abend stand der Lunapark New Jesolandia auf dem Programm, der gleich sechs Achterbahnen für uns bereithielt. Leider zog ein heftiges Gewitter auf, sodass wir uns beeilen mussten, so viel wie möglich zu fahren, bevor der Park schließen musste.

Foto: 26. Juni 2026

Der vierte Tag brachte uns ins Leolandia, eine wahre Ausstellungsfläche des italienischen Herstellers Zamperla. Doch die große Überraschung war der brandneue Mack Spinning Coaster des Parks. Die Anlage konnte auf ganzer Linie überzeugen, nicht zuletzt, weil sie das fantastische Layout des Sierra Sidewinder besitzt. Auch der Abend hatte noch einen weiteren Halt für uns parat: Den EuroPark Milano. Für alle Fans des Phantasialands gab es hier ein unerwartetes Wiedersehen mit dem ehemaligen Huss Condor des Parks, der hier nun stark umgebaut als eine Art Starflyer fungiert – kurioserweise sogar mit Käfigen, in denen man stehen kann. Danach war Tag 5 mehr oder weniger ein Zwischenstopp auf der langen Busfahrt von Mailand nach Rom. Wir besuchten das Cavallino Matto, einen sehr schönen Park, der mit seiner Dichte an Pinienbäumen wunderbar viel Schatten spendet. Besonders die Wildwasserbahn und die vereinzelten Thematisierungsansätze fielen positiv auf. Die größte Besonderheit ist hier jedoch die Achterbahn Freestyle vom Hersteller Togo, ihres Zeichens Europas einziger Stand-up Coaster.

An Tag 6 erreichten wir das Magic Land. Diesem Park muss man wirklich eine sehr gute Thematisierung anrechnen, auch wenn leider keine der Achterbahnen so richtig herausstechen konnte. Durchaus überraschend war hingegen der Magic Winx Darkride, der einen leichten Hauch von Efteling versprühte. Bereits am frühen Nachmittag stand für Interessierte eine Rückreisemöglichkeit zum Hotel bereit oder die Option, mitten in Rom auszusteigen und die ewige Stadt zu erkunden. Ein Großteil der Gruppe ließ den warmen Abend schließlich entspannt am Hotelpool ausklingen. Tag 7 entführte uns in die Cinecittà World, geprägt von großen Filmkulissen, die sich oft als reine Fassade entpuppten. Nach der letztjährigen UK-Tour wartete hier der nächste 10-Inversion-Coaster auf uns. Auch der Multi Dimension Coaster bot eine gute Fahrt, wenn auch mit etwas Verbesserungspotenzial. Am Nachmittag stand wieder eine Busfahrt an, diesmal an die Adriaküste nach Rimini. Nach der Ankunft besuchten wir den Lunapark in Riccione, wo es leider nur zwei Counts gab, da ein neu aufgebauter Powered Coaster noch nicht in Betrieb war.

Foto: 27. Juni 2026

Tourtag 8 führte uns ins Fiabilandia. Dieser Park ist vor allem für seine Big Apple Coaster in einem erstaunlich langen Custom Layout bekannt, die zudem noch charmant thematisiert sind. Insgesamt machte der Park einen durchweg positiven Eindruck und überraschte mit so manchem Darkride. Der restliche Tag in Rimini stand zur freien Verfügung – für viele endlich der lang ersehnte Moment, ins Meer zu springen! Zu den Abendstunden ging es auf die Suche nach weiteren Counts in die umliegenden Lunaparks, wobei es mich persönlich Richtung Bellaria zog.

An Tag 9 ging es ins Mirabilandia, einen der bekanntesten und größten Parks der Tour. Hier wartete morgens direkt eine ERT auf dem mächtigen B&M Inverter Katun auf uns. Leider waren ausgerechnet zwei Bahnen, auf die ich mich mit am meisten gefreut hatte, den ganzen Tag geschlossen: Desmo Race und Divertical. Trotzdem hatten wir einen tollen Tag und aufgrund des moderaten Andrangs deutlich mehr Wiederholungsfahrten als erwartet. Am Abend fuhren wir weiter Richtung Gardasee zu unserem finalen Hotel. Tag 10 stand ganz im Zeichen des Caneva World Resorts und den Movieland Studios. Die außergewöhnlichen Rides stellten die Achterbahnen hier völlig in den Schatten. Am Nachmittag wurde der angegliederte Aqua Park besucht, bevor wir den Tag bei der Medieval Times Dinner Show als große Gruppe krachend abschlossen.

Foto: 28. Juni 2026

Tag 11 bot als letzten großen Park das Gardaland. Italiens größter Freizeitpark überzeugte neben seinen Achterbahnen vor allem durch eine Vielzahl an Flatrides und zwei absolute Weltklasse-Darkrides, die man keinesfalls auslassen sollte. Auch hier hielten sich die Besuchermassen in Grenzen. Auch an diesem Tag gab es für Interessierte wieder einen Busshuttle, wer wollte konnte nochmal zurück in die Caneva World.

Tag 12 war schließlich unser Rückreisetag, natürlich nicht ohne einen letzten Zwischenstopp. Ursprünglich waren die Serlesbahnen in Mieders angedacht, da diese Brandauer-Bahnen bei Nässe jedoch sehr empfindlich sind und es früh morgens regnete, schwenkten wir spontan auf die Imster Bergbahnen um. Dieser extrem lange Wiegand Alpine Coaster bot uns bei strömendem Regen noch einmal ein völlig anderes, wildes Erlebnis, bevor uns der Bus endgültig zurück zu unseren Ausstiegspunkten in Deutschland brachte.

Hattet ihr auch schon einmal die Gelegenheit, an so einer geführten Tour teilzunehmen? Und welcher der erwähnten Parks in Italien wäre euer persönlicher Favorit? Schreibt es mir wie immer gerne in die Kommentare!

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